Königreiche, mystische Stätten und faszinierende Ländereien Eurasiens

 

 

m 11. Jahrhundert unserer Zeit gleicht der Eurasische Kontinent einem Schmelztiegel unzähliger Kulturen. Von den Küsten des Atlantik bis an die Ufer des Pazifischen Ozeans reihen sich Königreiche, Sultanate und Fürstentümer derart nahtlos aneinander, dass es keine echten Grenzen gibt. Ohne anzuhalten ziehen Händler, Bauern und Soldaten durch die Lande und tragen ihre die Eigenheiten ihrer Kultur in die Fremde jenseits ihrer eigenen Jagdgründe. Auf uralten Wegen, Pfaden durch unberührte Gebirge und Täler, tauschen sich die Zivilisationen jener Zeit einander aus. So erfahren die Menschen von Herakles und den Teutonen und reisen zum ersten Mal in ihrem Leben an die steilen Küsten Großbritanniens. Sie bekommen Gewürze aus Byzanz und dem Orient geliefert, feilschen mit den Wikingern um den Preis gebrauchter Drachenschiffe und hören Sagenhaftes aus dem fernöstlichen Asien. Dort soll das Jahrtausende alte Reich der Mitte erwachen und mit seinen Geheimnissen bald in jene Landen unter der aufgehenden Sonne vordringen, wo sich die Völker vor jedem neuen Tag, im Namen der Menschheit, verneigen.







Doch jene selig-phantastische Friedfertigkeit, die wie ein Nebel das wahre Antlitz der alten Kulturen verschleiert, gleicht oft nur einem Augenblick vorübergehender Beständigkeit. Ganz Eurasien wird geplagt von örtlichen wie landübergreifenden Herausforderungen, die oft als innere Unruhen zutage treten und zuweilen in ganzen Feldzügen münden. Manch große Reiche gehen im Laufe dieser Jahre zugrunde. Ein Herrscher folgt dem anderen auf den langersehnten Thron, und Krankheiten, Naturunglücke und manch Verbrechen machen den Menschen das Leben schwer. Es herrscht eine Ära geprägt von Unsicherheit und Leid, aber auch von Abenteuerlust und manch kühnen Visionen, die mit der nahenden Wende den Anbeginn einer neuen, großartigen Ära kommen sehen.


Inseln, Königreiche und ferne Ländereien


Das Königreich der Teutonen

Hervorgegangen aus der Geschichte des Ostfränkischen Reiches, erhebt sich Anfang des Hohen Mittelalters zwischen Frankreich und Polen eine neue weltliche Macht. Es ist das Königreich der Deutschen, das unter der Herrschaft ihrer künftigen Kaiser zu einem einflussreichen und machtpolitisch entscheidenden Feudalstaat in Europa aufsteigt. Neun Markgrafschaften und sieben große Fürstentümer bilden unter anderem den Kern dieses Teutonenreiches. In ihm leben die Erben fränkischer Christen und die Nachfahren germanischer Sippen häuslich beieinander, die als Ritter und Bauern den zahlenmäßig größten Anteil an der weitestgehend gottesfürchtigen Bevölkerung stellen. Formal amtierender Herrscher über die Deutschen während jener Zeit des Übergangs ist der noch unmündige Heinrich IV., Dieser wird seinen jungen Jahren von Agnes von Poituo vertreten, die wie jede Mutter verzweifelt darum bemüht ist, dass sich nähernde Ungemach von all ihren Untertanen, allen Söhnen und Töchtern, fernzuhalten.


Das Land der Morgenröte

Niemand kann im Detail davon erzählen was einst geschehen ist, als vor mehr als 3 000 Jahren das erste koreanische Königreich die Chronik der Menschheit erweitert hat. Stimmt es, dass die Götter ihr Wohlwollen ausdrückten und bei dieser historischen Stunde ihren Einfluss geltend machten? Das Königreich von Go-Joseon jedenfalls sollte nur eines von vielen weiteren Dynastien im Laufe der Jahrhunderte werden. Geprägt von buddhistischen Bräuchen und konfuzianischer Weisheit, bewahrte sich das koreanische Volk über eine lange Zeit seine hoheitliche Unabhängigkeit. Nun leben sie in Frieden unter der Herrschaft von Kaiser Munjong und seinem Hof. Wie in den meisten Kulturen im östlichen Eurasien, gilt auch auf der koreanischen Halbinsel das Lächeln als ein Ausdruck für Harmonie, Vertrauen,  – und Verschwiegenheit. Wer also weiß, was den fremden Wanderer so alles erwartet, wenn er denn eines Tages in jenes Reich einkehrt, welches nicht ohne Grund als das „Land des Lächelns” geheimnisvoll umschrieben wird.


 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Königreich von Großbritannien

Einst, noch in der Mitte des 11. Jahr- hunderts, fochten drei Könige um die Vorherrschaft auf Großbritannien: Eduard der Bekenner, Malcom III. und Gruffydd ap Llywelyn. Sie herrschen über England, Schottland, Irland und das kleine Wales, und waren sich Zeit ihres Lebens nur selten wohlwollend gesinnt. Mit der Ankunft der normannischen Heere und der Übernahme der weltlichen Gewalt durch den fränkischen Adel, erlosch deren Geschlecht jedoch im Feuer einer neuen Ära. Das Christentum verdrängte die Religion des alten Weges,
die den Einheimischen mehr als 1 000 Jahre lang Rückhalt und Erklärung bot. Nun steht Großbritannien unter der Herrschaft katholischer Feudalherren, die nur wenig Verständnis für die Geschichte des Landes übrig haben und kurz davor stehen sollen, selbst die Insel der Tausend Nebel zu verbannen. Seit geraumer Zeit jedoch gehen von Stonehenge, der mystischen Stätte eines alten Sonnenkults, eigenartige Kräfte aus, die die Menschen von Schottland bis nach Wales im tiefen Süden glauben lassen, das die Vergangenheit nicht bereit ist, für immer in Frieden zu ruhen ...




Die Nordmänner auf Skandinavien

Im Norden Europas, fern von den klimatisch gemäßigten Gegenden, leben die Stämme der nordgermanischen Wikinger. Auf dem Höhepunkt ihres historischen Daseins, das für mehr als 200 Jahre vor allem durch abenteuerliche Fahrten und zügellose Raubüberfälle im nordwestlichen Abendland geprägt war, herrschen sie über die gesamte skandinavische Halbinsel sowie die angrenzenden Gewässer der Nord- und Ostsee. Und dennoch gibt es unter den Stämmen der Wikinger keine nationale Einheit. Kaum ein König ist seinem Nachbarn ehrlich wohl gesonnen, und nur selten dauert eine Allianz für längere Zeit. Selbst die wenigen Außenstehenden, die den gesellschaftlichen Zustand Skandinaviens weitestgehend kennen, können sich den Fall der Wikinger nur bedingt erklären – und spekulieren auf etwas Fremdes in der eisigen Finsternis, den unwegsamen Gletschern hoch im Norden.


Die Inseln von Nippon-koku

Es wird erzählt, das vor langer Zeit ein Wesen von göttlicher Beschaffenheit ein mystisches Zepter ergriff und es in den Tiefen des Pazifischen Ozeans verschwinden ließ. Als jene Insignie anschließend aus den Fluten emporstieg, fielen Hunderte feine Wassertropfen auf die Oberfläche des Pazifiks hinab. An dieser Stelle formte sich alsbald ein fester Grund und Boden, und dort, wo dies geschah, entstanden die japanischen Inseln. So erzählen es sich die Einheimischen jener fernen Inselwelt, die ihre Heimat das „Land der aufgehenden Sonne” nennen. Noch kein Reisender aus der westlichen Hemisphäre hat bis zu diesem Zeitpunkt einen Fuß auf diese Welt gesetzt. Es sind ausschließlich die Seefahrer der an Japan grenzenden Ländereien, die über Nippon-koku mehr zu wissen scheinen als die übrigen Bewohner Eurasiens. Am Fuße des Fuji-San entfaltet sich eine geheimnisvolle Zivilisation. Welche Schätze halten all die Tempel verborgen, die das Land mit segnen? Wie spielt das Leben in den Dörfern voller Eintracht und Bescheidenheit, und wer bewohnt sowie bewacht die Burgen neben den zahlreichen Gemächern im kaiserlichen Palast?





 


Orte, Tempel und mystische Stätten


Byzanz

Als Hauptstadt des alten Oströmischen Reiches genoss einst Konstantinopel die Gunst der antiken Welt. Nun, zu Beginn des Hohen Mittelalters, schreibt sie unter dem Namen Byzanz ein neues Kapitel ihrer anschaulichen Geschichte. Hinter den Mauern jener Metropole, die zu beeindruckensten Bauten des Abendlands gehört, begegnen sich Menschen verschiedenster Kulturen. Händler, Diplomaten, Clans und manche zwielichtige Gestalten feilschen hier um den Preis eines neuen Abenteuers. Hat man die Stadt am Bosporus erst einmal in Augenschein genommen, lässt sie einen nicht mehr los. Wie ein Stern strahlt sie über den Ebenen Kleinasiens und vermag mit ihrer fortschrittlichen Architektur sowie den zivilisatorisch.modernen Annehmlichkeiten zu begeistern. Byzanz ist das Tor zu Orient und Okzident, und weiß sagenhafte Geschichten zu erzählen, die so magisch klingen, als kämen sie gar aus Tausend und einer Nacht.


Das Orakel von Delphi

In den Ruinen, östlich der antiken Stadt von Delfi, geschieht seit geraumer Zeit Unerklärliches. Es sind Fremde Stimmen hallten durch die Nacht und flüstern leiche Flüche; Lichter glimmen und wollen nicht so schnell erlöschen. Die Einheimischen sind ratlos, selbst die geistigen Orden haben nichts Konkretes festgestellt. Sind diese Erscheinungen nur als Streiche albernen Jünglinge anzusehen? Oder müssen sie als Rufe aus der Vergangenheit zu verstehen seim, die auf die nahe Zukunft verweisen? Falls dem so ist: Was wollen sie den Einheimischen auf dem Peloponnes sagen? Und warum geschieht dies ausgerechnet jetzt an jenem Ort, wo mehr als achthundert Jahre zuvor das Orakel von Delphi ein letztes Mal sprach?


Kaifeng

Kaifeng ist die Hauptstadt der Sung-Dynastie. Hier erlebt das mehr als 4000 Jahre alte China eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit. Die Kaiserstadt am Gelben Fluss beherbergt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Monumente buddhistischer Prägung, die in ihrem historischen Wert einfach nur als unfassbar gelten. Obgleich sie sich modern und komfortabel gibt, sieht sie sich seit geraumer Zeit mit einer tiefsitzenden Unruhe konfrontiert. Dabei werden die Bewohner jener Metropole, welche angeblich  Hunderttausende zählen, zwangsweise in Arm und Reich entzweit. Nur am Hofe des Kaisers herrscht freilich keine große Not. In diesen Räumlichkeiten, die dem einfachen Volk streng verboten sind und welche sich wie ein Labyrinth verwinkeln sollen, gebietet der Sohn des Himmels über das erwachende Reich der Mitte.


Mekka und Medina

Einst, als die Welt noch in der Wiege lag, versammelten sich auf der Arabischen Halbinsel Angehörige alteingesessener Stämme. Jene Männer waren von tiefer Frömmigkeit durchdrungen und huldigten inmitten kargen ländlicher Gegenden einem alten Glauben. Im Laufe der Zeit wurde der Treffpunkt ihrer Gebete zu einem Heiligtum erklärt, in deren Umfeld bald ganze Sippen sesshaft wurden. Eine der daraus entstandenen Siedlungen wurde Mekka genannt, welches Jahrzehnte später zusammen mit dem fern liegenden Medina als Bastion entlang wichtiger Handelsrouten an Prestige gewannen. Diese Straßen schlängeln sich vom Osten in den Westen Eurasiens und führen das Morgen- mit dem Abendland zusammen. Mit der Ankunft des Propheten Mohammeds zu Beginn des 7. Jahrhunderts, gelangten Mekka und Medina schließlich zu weltweiter Bedeutung. Sie wurden als das Zentrum einer sunnitischen Bewegung auserkoren, die mit Feuer und Schwert über die Arabische Halbinsel hinaus bald das ganze Morgenland erfasste. Mehr als 500 Jahre nach Beginn jener Islamischen Bewegung, steht jene Gegend um die heiligsten Stätten der Muslime erneut vor einer alles entscheidenden Wende.


Šahr-e Ray und die Wüste von Kafir

Unweit der seldschukischen Hauptstadt Šahr-e Ray, bricht sich eine nackte, heiße Gegend ihre Bahn. Sie wird die Wüste von Kavir genannt. Eingeklemmt zwischen den Bergen von Kurud und Zagros, bestimmt nichts anderes als heißer Staub das karge Leben inmitten des Nichts. Wer sich in dieser heißen Wildnis verirrt, läuft Gefahr, dies nicht zu überleben. Nur gestandene Abenteurer sowie erfahrene Ortskundige wissen mit dieser Wüste auszukommen, die am Tage höllisch glüht und in der Nacht in tiefster Dunkelheit versinkt. Die Leuchtfeuer in den Straßen von Šahr-e Ray weisen dem müden Reisenden den Weg. Einmal unterwegs durch die Gassen jener Stadt, die zu Basaren, und Palästen führen, kann der Glücksuchende so manches Teehaus finden, das die zurückliegenden Strapazen schnell vergessen lässt.


Avalon und das Schlafende Königreich

Allerhand Legenden ranken sich um Avalon, die Insel der Tausend Nebel, dessen Geheimnis kein Sterblicher bislang enträtselt hat. Ist es wahr, was die Leute sich erzählen? Das sich dort das Schlafende Königreich verbirgt, dessen Bewohner seit mehr als Tausend Jahren verharren? Stimmt es, das Merlin das Inselreich verzaubert hat? Was ist über Excalibur bekannt, das Schwert des Königs; und worauf warten die Ritter aus Stein, die trotzig in den den hehren Hallen stehen? Im Norden wie im Süden Großbritanniens erzählt man sich davon, obschon in Wirklichkeit  niemand sich im Klaren darüber ist, was es mit all diesen Legenden auf sich hat. Außer vagen Andeutungen und mystischen Behauptungen gibt es zwar keine glaubwürdige Anhaltspunkte über die Existenz des Schlafenden Königreiches sowie der verborgenen Insel von Avalon. Diese beiden Stätten jedoch sind seit Jahrhunderten Teil der altbritannischen Geschichte. Mit ihnen wachsen die Kinder bei Hofe wie auf dem Lande auf und tragen selbst später, wenn sie längst mit dem Unrecht dieser Welt zu kämpfen haben, die Hoffnung auf eine neue Zeit in ihrem Herzen.


Die Reise der Großen Gemeinschaft führt weit über die hier genannten Schau- plätze eines kontinent-erfassenden Abenteuers hinaus. Mehr als von einer Stadt zum nächstgelegenen Ort, ziehen die Frauen und Männer nun in eine opulente Odyssee, erzählt als das größte aller Abenteuer, als die Legende von Al-Maree!


 

 

" ... Also zogen sie los, in den Sturm der begann, und dies ist der Menschheit Odyssee - erzählt im größten aller Abenteuer, der Legende von Al-Maree!"

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